Coolrider sein heißt, auf dem Schulweg in Bus und Bahn nicht die Augen zu verschließen, wenn es zu Geschubse und Streitereien kommt.

Damit für alle, ob Erwachsene oder Schulkind, die Fahrt locker und entspannt ist.

 

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Grußwort Dr. Günther Beckstein

Sehr geehrte Damen und Herren,
Abfall, den Schülerinnen und Schüler in den Bussen und Bahnen liegen lassen, Sachbeschädigungen, aber auch Rangeleien und blockierte Einstiegswege sind für die Nutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln leider immer wieder ein Ärgernis.

Das Vorzeigeprojekt „Coolrider", das im Jahr 2002 von der Verkehrs-AG Nürnberg in Zusammenarbeit mit den Nürnberger Schulen und der Polizei ins Leben gerufen wurde, hat sich deswegen zum Ziel gesetzt, derartigen Missständen mit einem Netz von speziell geschulten jugendlichen Fahrzeugbegleitern zu begegnen. Diese engagierten jungen Leute wollen auf freiwilliger Basis helfen, Konfliktsituationen unter Schülern oder auch Belästigungen und Beschädigungen in den öffentlichen Verkehrsmitteln zu vermeiden. Als Ansprechpartner für die jungen Fahrgäste versuchen die „Coolrider", auftretende Problemsituationen und Konflikte gewaltfrei zu lösen. Notfalls wird auch die Polizei eingeschaltet.

Im Mittelpunkt des Projektes stehen Zivilcourage und soziale Kompetenz. Eigenschaften, die zwar immer wieder hervorgehoben, in vielen Fällen aber leider nicht wirklich gelebt werden. Unsere „Coolrider" - Schülerinnen und Schüler einer Vielzahl von Bildungseinrichtungen aus Nürnberg und Umgebung - sind hier eine lobenswerte Ausnahme. Mit ihrem vorbildlichen ehrenamtlichen Wirken fördern sie nach dem Motto „Wirklich cool ist, nicht wegzuschauen" die so wichtige Mentalität des Hinsehens und der Hinwendung zum Mitmenschen. Sie setzen damit deutliche Zeichen für ein gesellschaftliches Engagement, von dem sich auch so mancher Erwachsener eine große Scheibe abschneiden könnte.

Als Schirmherr freue ich mich natürlich ganz besonders über die ausgezeichnete Resonanz dieser bemerkenswerten Aktion. Mit Ablauf des Jahres 2005 haben sich mit tatkräftiger Hilfe einer wachsenden Zahl von Sponsoren und Unterstützern bereits über 350 Mädchen und Buben zu „Coolridern" ausbilden lassen. Unsere Jugendlichen lernen dadurch frühzeitig, Verantwortung auch für andere zuübernehmen und Konflikte durch kommunikative Fähigkeiten so gut wie möglich zu lösen. Das ist in meinen Augen von unschätzbarem Wert und unverzichtbar. Umso mehr hoffe ich, dass das Projekt „Coolrider" auch in Zukunft breite Unterstützung erfährt. Unseren „Coolridern" sowie allen Mitwirkenden möchte ich ein besonders herzliches Wort des Dankes und der Anerkennung für ihre erfolgreiche Arbeit sagen. Gehen Sie auch weiterhin so beherzt zu Werke!


Dr. Günther Beckstein | Staatsminister
(Januar 2006)

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