Coolrider sein heißt, auf dem Schulweg in Bus und Bahn nicht die Augen zu verschließen, wenn es zu Geschubse und Streitereien kommt.

Damit für alle, ob Erwachsene oder Schulkind, die Fahrt locker und entspannt ist.

 

tl_files/Bilder/2014/vks_logo_177/vks_logo_60.jpg

Grußwort Joachim Herrmann

Joachim Herrmann | MdL
Staatsminister

Grußwort zur Würdigung des Projekts „Coolrider" in Nürnberg


Sehr geehrte Damen und Herren,

nicht nur Fälle brutaler Gewalt beeinträchtigen das Sicherheitsempfinden unserer Bevölkerung erheblich. Gerade bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel sind auch bereits kleinere Konflikte und Rangeleien oder Vandalismus und liegengelassener Abfall für alle Fahrgäste beunruhigend und ärgerlich. Deswegen hat die Verkehrs-AG Nürnberg in Zusammenarbeit mit den Nürnberger Schulen und der Polizei vor nunmehr neun Jahren das Projekt „Coolrider" ins Leben gerufen. Ziel war und ist es, mit speziell geschulten Jugendlichen gegen Missstände in öffentlichen Verkehrsmitteln vorzugehen.

Das Motto der Coolrider: „Hinschauen statt wegschauen" mag vielleicht einfach klingen. Es mit Leben zu erfüllen erfordert aber viel Mut und Zivilcourage. Ganz entscheidend geht es darum, dass sich Schülerinnen und Schüler bei möglichen Problemsituationen und Konflikten einschalten und durch entsprechende Kommunikation ohne körperlichen Einsatz die Situation bereinigen.

„Coolrider" als Ansprechpartner für mitfahrende Schülerinnen und Schüler haben stets ein offenes Ohr für die Belange, Sorgen und Ängste der anderen Fahrgäste. Sie machen auch andere darauf aufmerksam, wenn sich jemand in Gefahr oder Schwierigkeiten befindet und tragen so ganz vorbildlich zu einer „Hinschau-Mentalität" bei. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zu mehr Sicherheit und Sauberkeit in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Dabei sind es nicht nur die Schülerinnen und Schüler, die vom Einsatz der „Coolrider" profitieren. Alle Fahrgäste, vor allem auch die Senioren, schätzen das so geschaffene gute Klima im öffentlichen Personennahverkehr sehr.

Zum Projektstart im Jahr 2002 hatten sich ganze acht Schüler bereit erklärt, als Coolrider ehrenamtlich Verantwortung zu übernehmen. Inzwischen ließen sich bereits weit über 1.500 Schülerinnen und Schüler zu „Coolridern" ausbilden. Das freut mich als Schirmherr dieses segensreichen Projekts natürlich besonders. Die
Resonanz reicht mittlerweile weit über die Nürnberger Stadtgrenzen hinaus. Wir dürfen heute mit Fug und Recht behaupten, dass sich die „Coolrider"-Initiative zu einem echten Vorzeigeprojekt in Sachen „Zivilcourage" und „soziale Kompetenz" entwickelt hat.

Zivilcourage ist für unsere ausgebildeten „Coolrider" kein inhaltsloses Schlagwort. Sie erfüllen es vielmehr tagtäglich vorbildlich mit Leben. Das ist in der heutigen Zeit von unschätzbarem Wert. Umso mehr hoffe ich, dass das Projekt auch in Zukunft breite Unterstützung erfährt. Ich danke nicht nur allen Schülerinnen und Schülern, die hier mitmachen, sondern auch allen anderen Verantwortlichen sehr herzlich für ihre ebenso engagierte wie effektive Arbeit. Ich hoffe sehr und arbeite konsequent daraufhin, das „Coolrider"-Projekt Schritt für Schritt auf weitere Teile Frankens und Bayerns auszudehnen.

Unterschrift Staatsminister Herrmann

Joachim Herrmann, MdL
Staatsminister

Zurück